David S. Craig

Big Deal

Regie: Luzia Nistler
Bühne:  Siegbert Zivny
Produktionsleitung: Pani Stamatopolos

Es spielten:
Christine Kolbàbeck
Konstantin  Gerlach
Michael Mischinsky

Der 16-jährige Tim gibt eine Party im Haus seiner Eltern, als diese verreist sind. Doch bald ist die Party außer Kontrolle, die Polizei stürmt das Haus und findet eine größere Menge an Marihuana, welche Tim noch versucht im Klo herunterzuspülen.
Vor dem Gerichtsurteil muss Tim zur Drogenberatung…

Er raucht Hasch. Na und? Ist doch nicht ungewöhnlich für einen Sechzehnjährigen!? Immerhin lässt er die Finger von Ecstasy, Crystal und anderen Drogen. Was heißt hier andere? Hasch ist doch keine Droge! Hasch ist etwas Natürliches, ein Kraut, Gras! Viel harmloser als Kaffee oder Alkohol! Er weiß alles über Hasch. Nur hat er sich dummerweise erwischen lassen mit einem Depot von dem Zeug. Das hatte er im Keller versteckt, um seine Freunde damit zu versorgen. So was nennt man Dealen, was natürlich völliger Unsinn ist. Er wollte sich ja gar nicht daran bereichern. Aber das mache mal einer diesen Leuten beim Jugendgericht klar. Oder der Frau bei der Drogenberatung! Er ist sich keiner Schuld bewusst. Schuld ist sein Vater. Der hat die Polizei geholt, als diese wilde Party in seinem Hause abging. Sein Sohn hatte sich ein paar Freunde eingeladen, und die brachten wieder ein paar Freunde mit. So war das eben. Er konnte ja nicht ahnen, dass die Eltern früher als geplant von ihrer Reise zurückkehren.


David S. Craig

»Big Deal? ist weder ein Themen-noch ein Problemstück. Niemand soll hier verändert oder belehrt werden. Vielmehr geht es darum, politische und persönliche Wertvorstellungen auszuloten und dabei zu veranschaulichen, was in der Beziehung zwischen einem Vater und seinem Sohn in Wahrheit passiert und was andererseits verleugnet wird. Das Drogenproblem dient lediglich als Folie vor der sich das Ganze abspielt. « (David S. Craig)